RONDO

wird als eigene Einheit auf die Hörner beziehungsweise auf die vorhandenen Lautsprecher gestellt und mit Frequenzen ab 19 kHz befeuert. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich um einen Rundumstrahler. Der Gewinn an Obertönen, Raum und sogar Bass (!) ist erstaunlich.

Der Gewinn an Obertönen ist wohl selbsterklärend. Der Gewinn an Räumlichkeit resultiert aus dem Auftreten der so genannten "early reflections". Diese sind für die Vermittlung des Raumeindruckes verantwortlich. Die bei der Aufnahme des Musikmaterials mitgeschnittenen "early reflections" werden nun erstmals im Wiedergaberaum adäquat abgestrahlt. Es tritt aufgrund des Weber-Fechnerschen Gesetzes (das WFG besagt, dass der lineare Anstieg der Signalstärke in Relation zur Empfindung im Ohr logarithmisch anwächst) kein Blur-Effekt (Erweiterungseffekt) auf, das heißt: die Stereoortung bleibt gleich scharf, wie gehabt.

Der Gewinn an Bass lässt sich durch das Funktionsprinzip unseres Gehörs erklären. Unser Ohr, im Speziellen die Basilarmembran in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Rezeptoren integriert während der Transduktion das komplexe Frequenzspektrum, das an das Trommelfell ankommt. Wenn wir nun diese Integration mittels Rückwertsintegration nach Schrödinger unter Berücksichtigung der Fouriersynthese beziehungsweise Fourieranalyse nachvollziehen, kommen wir zu dem Ergebnis, dass sich selbst das Basssignal unter anderem auch aus sehr hochfrequenten Anteilen zusammensetzt. Die Abstrahlung dieser hochfrequenten Anteile kommt nun auch der Natürlichkeit der Wiedergabe des Basssignals zugute.